3. Februar 2016

Selbstabschieber des Tages: NPD Rheinland-Pfalz


Die NPD in Rheinland-Pfalz hat’s nicht leicht. Von den AfD- und Pegida-Plagiatoren auf ein Völkchen im Molekularformat gestutzt und demoskopisch auf Promillegröße verkümmert, verspricht der Wahltag am 13. März ein ziemlicher Reinfall zu werden. Warum also erst die Abfuhr durch den Wähler abwarten, wenn sich das Verschwinden auch selbst besorgen lässt. Nach dem Motto: »Lieber gleich weg, bevor es das dumme Stimmvieh erledigt«, lösen sich die Nationaldemokraten ab sofort in Luft auf und nehmen – was noch besser ist – das ganze Nazipack aus deutschen Landen gleich mit.

»Konsequent abschieben« prangt es auf einem Plakat, das die rheinland-pfälzischen NPD-Restbestände am Montag auf Facebook posteten. Unter dem Spruch ist das Bild eines Düsenfliegers mit ausgefahrenem Fahrwerk zu sehen, der gerade in die Ferne entschwebt. So weit, so durchsichtig, aber jetzt kommt’s. Nicht »Asylanten«, »Flüchtlinge« oder »Ausländer« werden hier verfrachtet, sondern »Unser Volk zuerst«. Genau so steht es geschrieben, am unteren Bildrand, neben dem NPD-Emblem. Dazu der Kommentar des Seitenbetreibers: »Wir schaffen das.#jetzthilftnurnochNPD«.

Im Internet brach prompt ein Sturm der Begeisterung los. Bleibt noch die Frage, wo bleibt »unser Volk«, wenn ihm kein Staat der Welt ein Bleiberecht gewährt. Am besten empfiehlt sich frei nach Christian Anders: »Es fliegt ein Jet nach Nirgendwo«. Dann hätte sich flugs noch das mit dem NPD-Verbot erübrigt – national und global. (rwu) jw

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