1. Februar 2016

Drohnenfeind des Tages: Polizeiadler

Der an einen Polizisten gerichtete Satz »Sie haben ja einen Vogel!« könnte demnächst hin und wieder straffrei bleiben, wenn sich eine Idee aus den Niederlanden durchsetzt. Dort wollen die Schutzmänner nämlich Adler im Kampf gegen illegale Kameradrohnen einsetzen. Mit ihrem scharfen Blick, der zwanzigmal besser als der eines gut sehenden Menschen ist, sollen sie die kleinen Flieger am Himmel ausmachen, packen und mit ihren kräftigen Klauen zu Boden bringen. Dort wartet der flugunfähige Kontaktbeamte dann mit einem Leckerbissen als Belohnung.

Die ersten Greifvögel befinden sich bereits seit einigen Monaten im Trainingslager, wo sie lernen, die Drohne als Beute zu betrachten. Auf Youtube veröffentlichte die niederländische Polizei am Sonntag ein Video, in dem das beeindruckende Ergebnis zu bestaunen ist. Die Drohne erhebt sich in die Luft, und sofort stürzt sich der Adler auf das Fluggerät, als handele es sich um ein schmackhaftes Rotkehlchen. »Eine Weltpremiere!« jubelt die Polizei auf ihrer Homepage.


Neben dem ewig treu schnüffelnden deutschen Schäferhund bieten sich inzwischen nicht nur Greifvögel, sondern auch andere Tierarten als tierische Hüter staatlicher Ordnung an. Bullen oder Schweine sollen zwar bisher nicht darunter sein, Forscher aus Gießen haben vor kurzem aber herausgefunden, dass sich Bienen innerhalb von Minuten auf den Geruch jeder Art von Drogen prägen lassen. Riecht das Insekt zum Beispiel Kokain, steckt es das Rüsselchen raus und durchbricht dabei eine eigens zu diesem Zwecke vorm Bienengesicht installierte Lichtschranke. Schon klicken die Handschellen. Für die Festnahme benötigt das Tier allerdings im Moment noch den Imker in Uniform. (gh)jw

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