24. August 2015

Boot vor griechischer Grenze gekentert

Ein Mensch gestorben und sechs weitere werden vermisst / Hilfsorganisationen fordern mehr Einsatz für Flüchtlinge in Griechenland und Mazedonien Weiterhin versuchen verzweifelte Flüchtlinge über Griechenland und Mazedonien zu fliehen. Doch die Überquerung des Mittelmeeres ist lebensgefährlich und die beiden Länder mit der Lage überfordert. Athen. Vor der griechischen Ostägäisinsel Lesbos ist am Montagmorgen ein Flüchtlingsboot mit 15 Menschen an Bord gekentert. Die Küstenwache konnte acht Menschen aus den Fluten retten. Ein Migrant wurde tot geborgen. Weitere sechs Menschen werden vermisst, berichtete das Staatsradio unter Berufung auf die Küstenwache. Unterdessen kam am Montag in Piräus eine Fähre mit mehr als 2500 Flüchtlingen an Bord an. Sie waren am Vorabend aus dem überfüllten Hafen des Hauptortes der Insel Lesbos, Mytilini, abgeholt worden. Verzweifelte Migranten kommen seit Wochen aus der Türkei nach Griechenland, um nach Westeuropa zu fahren. In ihrer Mehrheit sind diese Flüchtlinge Syrer, Iraker und Afghanen. Auf den Inseln kommt es immer wieder zu Schlägereien zwischen Migranten, die versuchen, auf eine der Fähren zum Festland zu kommen. Die Migranten strömen nach ihrer Ankunft in Piräus zur griechisch-mazedonischen Grenze, um in Mazedonien in einen der Züge zu kommen, die nach Serbien fahren. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hat Mazedonien und Griechenland aufgefordert, mehr Kapazitäten zur Bewältigung der Krisensituation an ihrer gemeinsamen Grenze bereitzustellen. dpa/nd

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